Es gibt unzählige neue und in Blitzgeschwindigkeit erstellte Studien, die eine neue Lösung im Kampf gegen COVID-19 anpreisen.

Diese Studien weisen alle darauf hin, dass ein antivirales Medikament, das zur Behandlung von Ebola-Patienten entwickelt wurde, die Antwort auf das neue Virus sein könnte. Was Sie darüber wissen sollten, sage ich Ihnen hier.

Kann das Ebola-Mittel Patienten helfen?

Jeden Tag verkünden die Gesundheitsbehörden weltweit neuen Informationen und Anweisungen. Es ist nicht einfach, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dieses hochgelobte Hydroxychloroquin-Medikament kann für einige sicher ein Lebensretter werden – für andere bedeutet es klar den Tod.

Das ist verwirrend, oder? Es wirkt, als könne man sich auf keine verbindliche Aussage einigen. Denn es geht um das antivirale Medikament Remdesivir, das in zwei unabhängigen Studien als die erfolgversprechendste Waffe im Kampf gegen COVID-19 bestätigt wird. 

Eine kleine Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine, zeigt, dass das Mittel die Überlebenschancen von Corona-Patienten verbessert. Zwei Drittel von 53 schwersterkrankten Patienten konnten in der Sauerstoffversorgung stabilisiert werden. 17 von 30 Patienten konnten von den Beatmungsgeräten abgehangen werden und selbstständig atmen.

Und das ist noch nicht alles

Eine andere Studie des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) zeigt, dass 31 Prozent der Patienten mit Remdesivier sich schneller von der Krankheit erholten.  Gilead, das Pharma-Unternehme, das Remdesivir herstellt, hat seine eigenen Studien dazu veröffentlicht, die zeigen, dass eine fünftägige Behandlung ebenso wirksam ist wie eine zehntägige Behandlung.

Wie also funktioniert das Mittel gegen das neue Virus? Nach Meinung der Experten täuscht Remdesivir das Corona-Virus, indem es scheinbar seine Bausteine imitiert und so dafür sorgt, dass es sich nicht wirklich vermehren kann.

Die FDA – die amerikanische Lebensmittel- und Medikamenten-Aufsicht – hat dem Einsatz bei schwerstkranken Patienten zugestimmt – aber es gilt immer noch die Maßgabe, dass dieser Einsatz unter experimentellen Aspekten zu erfolgen hat.

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